Zimmerau 5, Oberndorf an der Melk
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Der Esperanza-Alltag
Zwischen dem frühmorgendlichen Krähen von Heino und der abendlichen Haus-, Hof- und Stallrunde, die dazu dient, sich zu vergewissern, dass alle „in ihrem Nest“ sind und es Mensch wie Tier gut geht, liegt meist ein abwechslungsreicher und für viele am Hof auch arbeitsreicher Tag. Wie in jeder großen Gemeinschaft kreuzen sich da viele verschiedene Wege: Die einen müssen zur Schule, andere zum Arbeitstraining, der Bürokram gehört erledigt, das gemein same Mittagessen muss vorbereitet, der Kräutergarten gegossen, die Tiere zu einer bestimmten Zeit gefüttert werden. Das Team hat Besprechung, und Hausaufgaben sind auch noch zu machen – da kommt eine von der Musiktherapie, und ein anderer soll rechtzeitig zum Fußballtraining.
Warum ist deine Handyrechnung so hoch? Warum frisst meine Katze nicht? Warum bin ich heute so schlecht drauf? Dazwischen ist noch Zeit für einen Waldspaziergang mit den Eseln und vor dem Abendessen geht sich vielleicht sogar noch eine kleine Radtour über die Hügel der Umgebung aus. Wem das alles zuviel wird, steht es frei, sich ein wenig zurückzuziehen, Musik zu hören oder in der Hängematte zwischen den Apfelbäumen auszuspannen und den Gedanken freien Lauf zu lassen.
So ist das Leben am Hof. So ist der Esperanza-Alltag.
